Fliesen haben einen großen Einfluss auf die optische Wirkung eines Raums. Richtig verlegt schenken sie dem Raum das gewisse Etwas und setzen positive Akzente. Werden sie jedoch falsch verlegt, ist es schwierig die Fehler zu verbergen und die Wahrnehmung des Raums verändert sich in negativer Art und Weise. Das Verlegen will daher geübt sein. Die richtige Planung, die Vorbereitung des Untergrunds, das Auftragen des Klebers und die Verlegetechnik sind wichtige Schritte, die allesamt exakt ausgeführt werden müssen. Um Fliesen wie ein Profi zu verlegen, folgt jetzt eine Anleitung.

1. Planung und Vorbereitung
Der erste Schritt ist die Vermessung des Raums, um die benötigte Menge des Materials zu ermitteln. Sind die benötigten Materialien eingetroffen, kann die Vorbereitung des Untergrunds beginnen. Zunächst muss der Boden genauestens auf Unebenheiten überprüft werden. Des Weiteren muss die Fläche dahingehend kontrolliert werden, dass sie trocken, tragfähig, staubfrei und sauber ist. Sollten Löcher oder Risse entdeckt werden, müssen diese mit Ausgleichsmasse gefüllt werden. Nach der Beseitigung der Unebenheiten, kann der Boden mit Tiefengrund oder Haftgrund grundiert werden.

2. Das Verlegebild planen
Zunächst sollte die Mitte des Raums gefunden werden. Dafür wird eine Richtschnur mittig und parallel zu den längsseitigen Wänden gespannt. Jetzt kann das Feinsteinzeug probeweise, von der Mitte des Raums aus gelegt werden. Dabei werden die Fliesen kreuzweise angeordnet. Ein symmetrisches Bild, das die Verschnitte an den Rändern aufzeigt, entsteht. Eine Fugenbreite von 2 mm bis 20 mm sollte eingehalten werden.

3. Fliesenkleber vorbereiten und auftragen
Der Fliesenkleber wird entsprechend der Herstellerangaben im richtigen Verhältnis mit Wasser gemischt. Eine Bohrmaschine mit Quirl dient als Rührstab. Nach kurzer Reifezeit wird eine 5 mm bis 10 mm dicke Schicht auf den Boden aufgetragen. Ein Zahnspachtel sorgt dafür, dass die Masse gleichmäßig verteilt wird . Es sollte nur so viel Kleber aufgetragen werden, wie zum Platzieren einer Fliese benötigt wird – circa 1m² bis 1,5 m².

4. Fliesen verlegen
Nachdem der Fliesenkleber aufgetragen und gekämmt wurde, können nun die Fliesen platziert werden. Es wird empfohlen – ähnlich wie beim Probelegen – in der Mitte des Raums anzufangen. Die Fliesen werden mit einer leichten Drehbewegung in das Fliesenbett gelegt und dann mit einem Gummihammer festgedrückt. Die Verwendung von Fliesenkreuzen sorgt dafür, dass die Fugen einheitlich sind und der Abstand zwischen den Fliesen überall gleich ist. Unter Umständen müssen Fliesen zurecht geschnitten werden. Für diesen Fall bieten Fliesenhändler spezielle Maschinen an, die ausgeliehen werden können. Nachdem die letzte Fliese verlegt wurde, benötigt der Kleber Zeit zum Trocknen.

5. Verfugen und Säubern
Nachdem der Fliesenkleber ausgehärtet ist, können die Fliesen verfugt werden. Dafür müssen die Fugenräume jedoch zuerst freigekratzt werden. Anschließend wird der Fugenmörtel mit Wasser angereichert und auf den Fliesen ausgelegt. Mit einer Fugenscheibe wird der Mörtel in die Fugen eingearbeitet, bis sie vollständig gefüllt sind. Sind alle Fugen gefüllt, braucht der Mörtel eine Zeit, bis er angetrocknet ist. Anschließend wird der Boden mit einem Schwammbrett und Wasser gereinigt. Dehnungsfugen sollten zwingend mit Silikon gefüllt werden.

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